Die „Gender-Theorie“ als Instrument der Subversion

Datum: 29.06

Zeit: 15:00-17:00

Ort: Oscar Romero Haus

Von/Mit: Susi Lamberto


  • Die Oberfläche des Körpers, die Haut, wird systematisch durch Tabus definiert. (Mary Douglas)
  • Es gibt kein biologisches Geschlecht, weil die Dualität der biologischen Geschlechter durch einen wissenschaftlichen, also kulturell geschaffenen Diskurs produziert wurde und somit ein kulturelles Konstrukt ist (Judith Butler).
  • Die Verstrickung von Macht und Sex dient dazu, das Leben zu organisieren, indem die Macht den Bereich der Bevölkerungspolitik und den der politischen Anatomie des Körpers durch Ausnutzung seiner Kräfte und Integration in ökonomische Kontrollsysteme übernimmt (Michel Foucault).
  • Die Idee des „Cyborgs“ kann die Dualität der Geschlechter überwinden (Donna Haraway).

Das sind einige der Kernthesen, die den Gender-Diskurs bilden. Wer mehr erfahren möchte über das Verhältnis von Sex und Macht, biologischem/anatomischem und kulturellem Geschlecht, wie die Sprache die Geschlechter bildet und wie man die Dualität der Geschlechter überwinden kann, der ist in dieser Veranstaltung gut aufgehoben.

Ich möchte mit Euch Ausschnitte aus Judith Butlers Gender Trouble (deuscher Titel: „Das Unbehagen der Geschlechter“; wir lesen auf deutsch, keine Sorge ;) ), Michel Foucaults Sexualität und Wahrheit und aus Donna Haraways Cyborg Manifest lesen, um einen Überblick über die Gender-Theorie zu erhalten. Uns soll zum Schluss die Frage leiten: was ist das Subversive an der Gender-Theorie, warum stellt ausgerechnet sie alles auf den Kopf?

Wenn noch Zeit ist, möchte ich gerne die Gender-Theorie benutzen, um mit Euch Videos von Peaches und literarische Texte zu analysieren.

 
offene-uni3/programm/gender.txt · Zuletzt geändert: 18.05.08 21:41 von tillepille